Arbeitskampf

 


 

Journalisten streiken: Tageszeitungen nur als Notausgaben

In der Woche ab dem 8.August dürfen wir wieder für einige Tage mit normalen Tageszeitungen rechnen. Wenn aber Warnstreiks nötig werden, oder wenn ab Mitte der folgenden Woche Verhandlungsrunden starten und womöglich gleich wieder festfahren… wer weiß. Siehe http://streikblog0711.wordpress.com


 
Leser mischen sich ein: direkt an Geschäftsleitungen und Verlage.

Wenn Leser versuchen klarzustellen, dass sie Seriöses lesen wollen und dass ihnen das was wert ist (Befürworter von Kopfbahnhof und funktionierendem Nahverkehr können ein Lied davon singen):

Vermutlich werden Leserbriefe solchen Inhalts unterdrückt. Was eher wahrgenommen wird: Wenn Leser direkt an Verlagsleitung oder Geschäftsführer schreiben, dass handwerklich fundierter, gekonnter Journalismus nunmal etwas wert ist und also seinen Preis hat, dass gute Arbeit nur mit guten Löhnen gelingen kann.

Was ist eine Notausgabe wert?
Leser fordern ihr Geld zurück

Die Stuttgarter Tageszeitungen bieten seit Tagen nur noch Notausgaben. Der Zusammenhang:

Der Verlag will die Vergütung der Redakteure radikal senken, deshalb streiken die meisten angestellten Redakteure und freien Mitarbeiter. Trotzdem ist nicht einzusehen, dass die Leser für die dünnen Zeitungen die gleiche hohe Abo-Gebühr bezahlen wie sonst. Viele haben sich deshalb beschwert und eine Gutschrift erhalten. Zuständig ist der Abo-Service: 0711 7205-6161.

 


Um sich zu informieren siehe
facebook.de/zeitungsstreik     streikblog0711.wordpress.com     www.wortesindwertvoll.de
tagblattstreik.wordpress.com     bawue.verdi.de     dju.verdi.de

Die Unterstützungserklärung der Montagsdemo (1.Aug.2011) siehe unsere Seite Nachlese(n)

 


 

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbez Baden-Württemberg, Pressemitteilung:

Streik an Tageszeitungen nochmals ausgeweitet

Heute, Di.2.Aug, Flashmob in Stuttgart, Verhandlungen in Hamburg

Die Streiks der Redakteure und Freien an den Tageszeitungen in
Baden-Württemberg wurden am heutigen 16. Tag in Folge nochmals ausgeweitet.
Begleitend zu den Verhandlungen in Hamburg streiken in Baden-Württemberg
Journalisten von 21 Redaktionen.

Annegret Kaiser, ver.di Landesfachbereichsleiterin: „Die heutigen
Verhandlungen stehen unter großem Erwartungsdruck. Unsere Kolleginnen und
Kollegen setzen sich seit 16 Tagen für ein gerechtes Tarifwerk und einen
angemessenen Gehaltsabschluss ein.“

Die streikenden Redakteure der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter
Zeitung machen um 13 Uhr mit einem Flashmob auf dem Stuttgarter Schlossplatz
auf ihre Situation aufmerksam. Begleitet von Trommeln werden die Streikenden
auf der Freitreppe ihre Streikzeitung lesen.