Streikzeitung Nr. 2


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Die zweite Ausgabe der „Streikzeitung – Ja zum GdL-Arbeitskampf, Nein zum Tarifeinheitsgesetz“ kommt frisch aus dem Druck und ist seit dieser Woche an unserer Mahnwache erhältlich!

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Hier lesbar als Download PDF
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Die GdL sagt Danke!


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Lesenswertes zum GdL-Streik


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Von Werner Sauerborn, 8. November 2014:

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Das Grundsätzliche am GDL-Streik

Tarifeinheit und Einheitsgewerkschaft oder Tarifpluralismus?

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Erschreckend die Kampagne, die derzeit gegen die GDL, den Streik und den GDL-Vorsitzenden in einem Großteil der Mainstream-Medien läuft. Einstweiliger Höhepunkt dürfte die Veröffentlichung der Wohnanschrift und Telefonnummer von Weselsky sein. Das erinnert an die Hetze der Springerpresse gegen Rudi Dutschke Ende der 68er Jahre. Reihenweise scheinen JournalistInnen alle Grundregeln Ihres Berufsstands über Bord zu werfen mit einer populistischen, unfairen und suggestiven Berichterstattung – und gleich damit auch noch alles, was gerade sie über Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie, die Verfassung und das Wesen von Gewerkschaften im Gemeinschaftskundeunterricht gelernt haben sollten. […] Der ganze Artikel zum Download

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auf jungewelt.de, 12. November 2014:

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Gewerkschaft

Koalitionsfreiheit unter Beschuss

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Der Entwurf für ein Tarifeinheitsgesetz soll aufmüpfige Berufsverbände bändigen und bedeutet im Kern die Beschneidung verfassungsmäßig verbriefter Rechte von Arbeitern. Den Unternehmen reicht das trotzdem nicht
von Detlef Hensche
[…]

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Zum GdL-Streik…


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… haben die GewerkschafterInnen gegen Stuttgarter eine kleine Infobroschüre erstellt (erhältlich an der Mahnwache und auf den Montagsdemos gegen S 21):

Zur (Gegen-)Meinungsbildung von den GewerkschafterInnen gegen Stuttgart 21, darunter eine Erklärung von „Bürgerbahn statt Börsenwahn“ (im Aktionsbündnis gegen S 21) und eine bemerkenswerte Pressemitteilung der GdL zu Stuttgart 21 – einen Tag vor der entscheidenden DB-Aufsichtsratssitzung am 5. März 2014

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Und auch unbedingt lesen (und verbreiten):

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Die STREIKZEITUNG
JA ZUM GDL-ARBEITSKAMPF – NEIN ZUM TARIFEINHEITSGESETZ

herausgegeben von: Tom Adler Stuttgart IGM, Stadtrat, ehem. BR Daimler · Rolf Becker Hamburg verdi, Schauspieler · Klaus Gietinger Wilhelmshorst Regisseur (u.a. „Tatort“), Autor · Johannes Hauber Mannheim IGM President Industrial Railway Committee · Heike Hänsel Berlin MdB, DIE LINKE · Eberhard Happe Celle Bundesbahndirektor a.D., GDL · Anton Kobel Mannheim ehem. Gewerkschaftssekretär HBV/verdi, Mannheim u. Heidelberg · Prof. Ingrid Kurz-Scherf Marburg/L. verdi · Lucy Redler Berlin Bundessprecherrat der AG Antikapitalistische Linke i. d. Partei DIE LINKE u. aktiv im Bündnis „Berlinerinnen u. Berliner für mehr Personal im Krankenhaus“ · Werner Rügemer Köln verdi, wissenschaftl. Beirat Attac · Mag Wompel Bochum verdi, Labournet Germany · Winfried Wolf Wilhelmshorst Lunapark21, verantw. Redakteur der STREIKZEITUNG (V.i.S.d.P.)

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Von stern.de:

Streik der Lokführer Wieso der Hass auf Weselsky?

7. November 2014, 06:20 Uhr

Veranstaltung: Inforunde mit Betriebsräten der Nacht- und Autoreisezug-Gesellschaft DB ERS


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Am Montag, 22.09.2014,
19.30 Uhr, im Forum 3,
Gymnasiumstraße 21a, Stuttgart

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Für den Erhalt der Autozüge und aller Nachtzüge


Die Bahn plant, bis Ende 2014 die EuroNight-Verbindungen (CNL-Nachtzüge) nach Dänemark und Frankreich und die Verbindung Berlin – Amsterdam zu streichen. Bis Ende 2017 sollen alle DB-Autoreisezüge abgeschafft werden. Dagegen haben die Beschäftigten vom DB European Railservice eine Kampagne zur Rettung der Nachtzüge, der Autoreisezüge und für optimale europaweite Schienenverbindungen gestartet. Die GewerkschafterInnen gegen Stuttgart 21 unterstützen die Proteste.
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Aus dem aktuellen Flugblatt der Kampagne:

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Die DB will Ende 2014 die CNL-Nachtzüge nach Dänemark und Frankreich streichen.

Auch Berlin-Amsterdam soll wegfallen. Können Sie sich das vorstellen? Das »Unternehmen Zukunft« will seine Nachtzüge radikal zusammenstreichen! Als erstes sollen Ende 2014 die Verbindungen nach Kopenhagen und Paris wegfallen und Amsterdam nur noch mit Süddeutschland und der Schweiz verbunden werden, nicht mehr mit Berlin, Prag und Warschau. Dabei weiß die Bahn, wie wichtig und beliebt ihre Nachtzüge sind! Im April 2014 haben bei einer Umfrage der Bahn 75 % der Nachtzugkunden gesagt, dass sie bei Wegfall der Nachtzüge nicht mehr mit der Bahn fahren würden. Stattdessen würden sie auf Flugzeug, Auto oder Bus umsteigen oder ganz auf die Reise verzichten.

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»Ausgeschlafene reisen nachts«

Hier stimmt der Werbeslogan: Wer im Schlaf- oder Liegewagen unterwegs ist, gewinnt den Tag – egal ob Urlauber oder Geschäftsreisende, Städtetouristen oder Politiker. Wer spätabends abfährt und ausgeschlafen morgens ankommt, spart Zeit, Nerven und Geld für Hotel, Flug und Taxi. Außerdem kann man im Nachtzug herumlaufen, im Speisewagen noch ein Bierchen trinken, das Fahrrad mitnehmen – halt! All das will die Deutsche Bahn nicht mehr! Sie hat die Speisewagen im Nachtzug abgeschafft, das Streckenangebot von Jahr zu Jahr ausgedünnt, die Fahrzeiten durch aufwändiges Rangieren an Knotenbahnhöfen verlängert – und jetzt sollen die Verbindungen nach Dänemark und Frankreich sowie die Ost-West-Verbindung nach Amsterdam gekappt werden. Zürich, Italien, Prag, Warschau und Amsterdam-München/Zürich: mehr soll nicht übrig bleiben von Europa. Warum? Weil die DB AG seit den Planungen für einen Börsengang nicht mehr genug investiert hat und weil den DB-Chefs der Profit wichtiger ist als die Verpflichtung des Grundgesetzes, dem Wohl der Allgemeinheit auch im Bahn-Fernverkehr Rechnung zu tragen. Wer Artikel 87 e GG ernstnimmt, muss die Nachtzüge erhalten!

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Die DB will bis Oktober 2017 alle Autoreisezüge abschaffen.

Früher strich die DB einzelne Linien und Zielorte – jetzt stehen sämtliche Autozüge auf der Abschussliste! Im April 2014 wurden alle Züge ab Berlin, einige ab Düsseldorf und der Autozug Hamburg-München gestrichen; ab Oktober 2014 sollen alle Verbindungen ins Ausland wegfallen. Die Automitnahme im CNL Hamburg-München und den Autozug Hamburg-Lörrach soll es nur noch bis Ende 2017 geben. Von Berlin aus und auf einigen Verbindungen ab Düsseldorf setzt die DB stattdessen bereits LKWs ein – also Autobahn statt Eisenbahn! Das Echo bei den Kunden und in den Medien ist verheerend: Von allen Seiten fliegen der Bahn ihre Werbeslogans und ihr Anspruch, ein umweltfreundlicher Transporteur zu sein, um die Ohren.

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»Güter gehören auf die Bahn«

Angeblich ist kein Geld für neues Wagenmaterial vorhanden – das ist Quatsch, denn für Stuttgart 21 werden Milliarden lockergemacht. Wie bei den Nachtzügen rächt sich auch hier die Orientierung auf den Börsengang, der zwar vorerst auf Eis liegt, aber für ein »Fahren auf Verschleiß« gesorgt hat: Fast die Hälfte aller Schlafwagen muss Ende 2014 aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie oben undicht und unten verrostet sind. Auch bei den Fahrzeugtransportwagen gibt es Probleme. Da sie nur 15 t Nutzlast haben, können von den 10 Kfz-Stellplätzen manchmal nur 7 oder 8 genutzt werden. Anschließend jammert die Konzernspitze über »mangelnde Auslastung«. Aber anstatt etwas zu unternehmen, unterlässt das »Unternehmen Zukunft« Reparaturen und Neuanschaffungen. Stattdessen wird seit April 2014 unter dem Tarnnamen »Auto+Zug« das Kundenfahrzeug auf einen LKW gepackt und auf der Autobahn befördert. Geht es noch verrückter?

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Autozüge und Nachtzüge retten!

Die Deutsche Bahn ist kein Privatunternehmen, dessen Chef tun und lassen kann, was er will, sondern sie ist öffentliches Eigentum, sie gehört uns allen!

- Schreiben Sie an Ihre Bundestagsabgeordneten, warum sie sich für den Erhalt der Auto- und Nachtzüge einsetzen sollen!

- Sagen Sie in den Medien und den Sozialen Netzwerken Ihre Meinung zu den Plänen der DB!

- Schreiben Sie an die Konzernchefs und die Aufsichtsräte der Deutschen Bahn! Namen und Adressen finden Sie auf www.deutschebahn.com

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»Europa wächst zusammen«

Mit diesem Slogan wirbt die DB für Reisen in die Nachbarländer. Warum streicht sie dann Nachtzüge, anstatt ihr Netz auszubauen? Wenn 2020 die Fußball-EM in 13 Ländern stattfindet, werden Hunderttausende von Fußballfans ihren Teams kreuz und quer durch Europa folgen wollen. Seit der Euro 2000 und der WM 2006 wissen wir, dass viele davon Nachtzüge nutzen. Wir sind für den Aufbau eines europäischen Nachtzugnetzes: »EURO-NIGHT 2020«!_

Kundgebung und Übergabe von Protestpostkarten an den Bahnvorstand: 24.9. Berlin, Potsdamer Platz, 14 – 16 Uhr

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Im Gegensatz zu Betriebsräten und Beschäftigten von Atom- und Autoindustrie werden wir nicht von der Konzernspitze gesponsert. Deshalb bitten wir um Spenden für unsere Aktion auf folgendes Konto:

Grüne Liga e.V., Verwendungszweck: Nachtzüge
IBAN: DE61 4306 0967 8025 6769 00 BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank (steuerlich abzugsfähig)
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Verantwortlich für den Zustand der Deutschen Bahn: Angela Merkel & Co.
Verantwortlich für dieses Flugblatt: Peter Dreller, Postfach 60 05 66, 22205 Hamburg
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Unterschreiben für den Erhalt der Nachtzüge:

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Petition zum „Erhalt des Nachzugs von Dänemark nach Europa“

Petition „Nein zur Streichung der Nachtzugverbindung | Non à la suppression du train de nuit Berlin – Paris!“

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Mehr Infos:

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Berliner Zeitung, 17.9.2014: Internationale Zugverbindungen fallen weg Bahnreisende kämpfen für Strecken

Stuttgarter Zeitung, 15.9.2014, Thomas Wüpper: Kahlschlag bei Nachtzügen Kahlschlag bei Nachtzügen stößt auf Protest

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Solidarische Grüße nach Istanbul


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Am 31. Mai 2014 begeht die Taksim-Bewegung in der Türkei ihren ersten Jahrestag. Zu diesem Anlass sendet das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 folgende Solidaritätsadresse nach Istanbul:

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Blockupy in Stuttgart: am 17. Mai!


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Konferenz und Kundgebung – 20 Jahre Bahnreform, 20 Jahre S21


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Weitere Infos auf: http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/konferenz.php

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Flugblatt für SSB-Beschäftigte: Droht jetzt auch der SSB der Absturz?


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Auf der Pressekonferenz zum Start der Kampagne Für unsere Stadtbahn! hat Gewerkschafterin gegen S 21 Irene Köberle einen Beitrag unter dem Titel Stadtbahn-Chaos = Stress für ArbeitnehmerInnen gehalten. Darin ging es auch um die SSB-Beschäftigten, für die es nun ein neues Flugblatt gibt.

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Aus dem Beitrag:

Nicht zuletzt die Kolleginnen und Kollegen von der SSB werden belastet. Ihr angesehenes und als zuverlässig bekanntes kommunales ÖPNV-Unternehmen gerät durch die für uns nicht nachvollziehbare Nibelungentreue des Vorstands zu Stuttgart 21 immer mehr in den Sog des Chaos der Bahn, von der die SSB völlig abhängig scheint. Immer wenn die Bahn umplant, muss in Folge auch die SSB alle fertig geplanten Baumaßnahmen wieder einstampfen und neu entwickeln. Den größten Stress aber werden die Kolleginnen und Kollegen erleben, die im direkten Kontakt mit den Fahrgästen sind. Sie werden viel auszuhalten haben, und brauchen starke Nerven für die Auseinandersetzung mit der erbosten Kundschaft. Vor allem an diese Beschäftigten der SSB richtet sich unser Flyer der ‚GewerkschafterInnen gegen Stuttgart 21‘. Wir wollen ihnen signalisieren, dass uns klar ist, dass das Stadtbahn-Chaos nicht Schuld der SSB-Beschäftigten ist…

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Hier das Flugblatt zum downloaden: Droht jetzt auch der SSB der Absturz?

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